Sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte
Sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte sind grundlegend für die Gesundheit, für die Gleichstellung der Geschlechter und für das Wohlergehen der Menschheit. Der Schwerpunkt dieser Forschungsgruppe liegt auf der Erforschung von den folgenden Themen: sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in verschiedenen Kontexten, Sexualaufklärung, Familienplanung, Politiken, Strategien und Evaluierung komplexer Interventionen.
Laufende Projekte
Nexus4Her: Addressing the Nexus: Sexual and Reproductive Health and Mental Health of Young Refugee and Migrant Women in Ecuador and Uganda
Das Nexus4Her-Projekt befasst sich mit einer kritischen Lücke bei evidenzbasierten, integrierten Interventionen für junge geflüchtete und migrantische Frauen (YWRMs), die überproportional häufig von sexuellen und reproduktiven Gesundheitsproblemen (SRH) betroffen sind. Dazu zählen beispielsweise Teenagerschwangerschaften, geschlechtsspezifische Gewalt sowie hohe Raten sexuell übertragbarer Krankheiten – bei gleichzeitig begrenztem Wissen und eingeschränktem Zugang zu sowie geringer Inanspruchnahme von SRH-Dienstleistungen.
Darüber hinaus besteht eine hohe Prävalenz psychischer Erkrankungen (MH) wie Depressionen und posttraumatischen Störungen, die durch die Migrationsumstände oder bestehende SRH-Probleme noch verstärkt werden können.
In Ecuador und Uganda, wo begrenzte Gesundheitsressourcen, Diskriminierung und kulturelle Barrieren diese Problemlagen zusätzlich verschärfen, zielt Nexus4Her darauf ab, neues Wissen zu generieren und wirksame, kontextspezifisch angepasste Strategien umzusetzen, die das ganzheitliche Wohlbefinden von YWRMs verbessern.
Projektlaufzeit: 2026–2029
Projektpartner: Mbarara University of Science and Technology (MUST), Uganda, und University of Cuenca, EcuadorFörderung: Volkswagen Foundation
SRHUM: Sexual and Reproductive Health Knowledge and Education among Unaccompanied Minor Refugees in Berlin, Germany
Während Aufklärung im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit (SRH) für migrantische Jugendliche, die sich in neuen kulturellen Kontexten zurechtfinden müssen, von entscheidender Bedeutung ist, gibt es nur begrenzte Evidenz zu wirksamen Ansätzen und ihren spezifischen Bedürfnissen. Das SRHUM-Projekt zielt darauf ab, Wissens- und Bildungslücken im Bereich SRH bei unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten in Berlin, Deutschland, zu untersuchen und zu verbessern. Die Studie wird aus alters- und entwicklungsgerechten Mixed-Methods-Ansätzen bestehen.
Projektlaufzeit: 2025–2027
Projektpartner: Institute of International Health, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Förderung: GLOHRA
MAI (Menstrual Blood analysis with Artificial Intelligence)
ANSER (Academic Network for Sexual and Reproductive Health and Rights Policy)
Abgeschlossene Projekte
I-SHARE (International Sexual Health And REproductive Health) Survey
REPEAT (Preventing repeat adolescent pregnancy in rural Southwestern Uganda)
Teenagerschwangerschaften sind weltweit nach wie vor ein großes Problem für die Globale Gesundheit. Uganda ist mit einer Pandemie von Teenagerschwangerschaften konfrontiert, die auf die Herausforderungen zurückzuführen sind, die die COVID 19-Pandemie im Bildungssektor verursacht hat. Das Ziel dieses Projekts ist die Verhinderung von erneuten Schwangerschaften bei Jugendlichen im Südwesten Ugandas durch die Erforschung der zugrunde liegenden Risikofaktoren und die Erprobung einer gezielten, jugendfreundlichen und altersgerechten Intervention.
Spezifische Projektziele sind: 1. die Bewertung der Risiken und Schutzfaktoren für erneute Schwangerschaften bei Jugendlichen; 2. die gemeinsame Entwicklung und Erprobung einer Intervention zur Verhinderung erneuter Schwangerschaften bei Jugendlichen; 3. die Bewertung der Durchführbarkeit, Akzeptanz und kurzfristigen Wirksamkeit der Pilotintervention.
Projektzeitraum: 2022-2024
Projektpartner: Mbarara University of Science and Technology (MUST), Uganda
Finanzierung: GIZ
Ramachandran, R., Kunhardt, H., Chaltikyan, G., and Ivanova, O. Quality assessment of menopause apps using Mobile App Rating Scale (MARS) in India. BMC Digit Health 4, 12 (2026). https://doi.org/10.1186/s44247-026-00246-z
O.Ivanova, A. R.Assifi, and D.Mazza, “How Can We Ensure Access to Sexual and Reproductive Health Information for Adolescents in Light of Australia's Social Media Restrictions?,” Medical Journal of Australia224, no. 1 (2026): e70134, https://doi.org/10.5694/mja2.70134.
Tan RKJ, Hensel D, Ivanova O, Bravo RG, Olumide A, Adebayo E, Cleeve A, Gesselman A, Shah SJ, Adesoba H, Marley G, Tang W. Telemedicine Use During the COVID-19 Pandemic in 8 Countries From the International Sexual Health and Reproductive Health Consortium: Web-Based Cross-Sectional Survey Study, J Med Internet Res 2025;27:e60369, https://doi.org/10.2196/60369
Khadka, K.B., Koirala, N., Ivanova, O. et al. Newborn morbidities and care procedures at the special newborn care units of Gandaki Province, Nepal: a retrospective study. BMC Pregnancy Childbirth 24, 883 (2024). https://doi.org/10.1186/s12884-024-07120-8
Ramachandran R, Namatovu S, Atwine D, Tumuhairwe J, Nyakato VN, Kemigisha E, Ivanova O. Repeat adolescent pregnancies in Southwestern Uganda: A cross-sectional study. Womens Health (Lond). 2024 Jan-Dec;20:17455057241302449. https://doi.org/10.1177/17455057241302449. PMID: 39703001; PMCID: PMC11660276.
Korri R, Ivanova O. A series of workshops to present research findings and fill knowledge gap among adolescent girls and young women on sexual and reproductive health in Lebanon: An example of active knowledge dissemination. J Glob Health. 2023 Sep 1;13:03044. https://doi.org/10.7189/jogh.13.03044. PMID: 37655369; PMCID: PMC10472200.
Zhao M, O'Hara CA, Sahril NB, Liu H, Pei K, Ivanova O, Larsson EC, Shamu S, Kpokiri E, Cleeve A, Tucker JD, Michielsen K, Zhang WH. Associations between the COVID-19 pandemic and women's fertility intentions: a multi-country, cross-sectional (I-SHARE) study. BMJ Sex Reprod Health. 2024 Apr 11;50(2):83-91. https://doi.org/10.1136/bmjsrh-2023-201819. PMID: 37857464.