Gesundheitsministerin Judith Gerlach betonte anlässlich des Auftakts der Bayerischen Impfwoche: „HPV-Infektionen sind die Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs. Daneben können sie auch Tumore im Mund- und Rachenraum oder im Genitalbereich auslösen. Deshalb ist es wichtig, sich frühzeitig zu schützen. Leider sind die HPV-Impfquoten in Deutschland noch immer zu niedrig, ganz besonders bei den Jungen. Mit der diesjährigen Bayerischen Impfwoche legen wir daher einen Fokus auf die Bedeutung der HPV-Impfung. Ziel ist es, dass sich möglichst viele Menschen mit dem Thema auseinandersetzen und wir die Impfquoten nachhaltig erhöhen können!“
Das BZKF zieht zum Auftakt der Bayerischen Impfwoche eine erste positive Bilanz. Zahlreiche Passantinnen und Passanten in der Münchner Innenstadt nutzten die Gelegenheit, sich über die HPV-Impfung zu informieren, Fragen zu stellen und mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen. Die große Resonanz zeigt das hohe Interesse am Thema und unterstreicht die Bedeutung niedrigschwelliger Informationsangebote. Die Bayerische Impfwoche setzt damit ein wichtiges Zeichen für Prävention und Gesundheitsvorsorge in Bayern und rückt den Stellenwert von Schutzimpfungen für die öffentliche Gesundheit in den Fokus.
Prof. Dr. Claus Belka, stellvertretender Direktor des BZKF sowie Direktor der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am LMU Klinikum München, erklärt: „Viele Eltern und Jugendliche wissen leider noch immer zu wenig über Humane Papillomviren und die Möglichkeiten, durch eine Impfung einen wirksamen Schutz vor HPV-bedingten Krebserkrankungen zu erlangen. Dabei gehört die HPV-Impfung zu den wirksamsten Präventionsmaßnahmen überhaupt: Modellrechnungen zeigen, dass die HPV-Impfung innerhalb eines großen internationalen Vergleichs von 14 Impfprogrammen in 117 Ländern die höchste Zahl verhinderter Todesfälle pro 1.000 Impfungen erreicht. Jede rechtzeitig durchgeführte HPV-Impfung ist daher eine Investition in ein möglichst gesundes und aktives Leben.“