Lily – sprachbasierte Unterstützung für Traumabewältigung nach Intensivbehandlung. Eine Folgestudie des PICTURE-Trials

Durch die Fortschritte der Intensivmedizin überleben heute deutlich mehr Menschen eine schwere Erkrankung. Dennoch leiden viele Betroffene auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus unter psychischen Folgen ihres Intensivaufenthalts. Belastende Erlebnisse wie künstliche Beatmung, das Gefühl des Kontrollverlusts oder lückenhafte Erinnerungen an die Behandlung können dazu führen, dass anhaltende Symptome einer leichten bis moderat ausgeprägten posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) entstehen. Dazu gehören beispielsweise belastende Erinnerungen, Albträume, innere Anspannung oder das Vermeiden von Situationen, die an das Erlebte erinnern. Diese Beschwerden können die Lebensqualität und den Alltag erheblich beeinträchtigen. 

Obwohl solche Beschwerden häufig auftreten, erhalten viele Betroffene nicht zeitnah eine geeignete Behandlung oder suchen nicht eigeninitiativ nach Unterstützungsangeboten. Eine bewährte Behandlungsmethode ist die Narrative Expositionstherapie (NET), bei der belastende Erinnerungen schrittweise und in einem geschützten Rahmen verarbeitet werden.

Durch die Fortschritte der Intensivmedizin überleben heute deutlich mehr Menschen eine schwere Erkrankung. Dennoch leiden viele Betroffene auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus unter psychischen Folgen ihres Intensivaufenthalts. Belastende Erlebnisse wie künstliche Beatmung, das Gefühl des Kontrollverlusts oder lückenhafte Erinnerungen an die Behandlung können dazu führen, dass anhaltende Symptome einer leichten bis moderat ausgeprägten posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) entstehen. Dazu gehören beispielsweise belastende Erinnerungen, Albträume, innere Anspannung oder das Vermeiden von Situationen, die an das Erlebte erinnern. Diese Beschwerden können die Lebensqualität und den Alltag erheblich beeinträchtigen. Obwohl solche Beschwerden häufig auftreten, erhalten viele Betroffene nicht zeitnah eine geeignete Behandlung oder suchen nicht eigeninitiativ nach Unterstützungsangeboten. Eine bewährte Behandlungsmethode ist die Narrative Expositionstherapie (med.NET), bei der belastende Erinnerungen schrittweise und in einem geschützten Rahmen verarbeitet werden.

Bis zum Jahr 2023 konnten insgesamt 319 Patientinnen und Patienten in die PICTURE-Studie (Gensichen et al. 2025, BMJ) eingeschlossen werden. 

Aufbauend auf dieser erfolgreichen randomisiert kontrollierten Studie soll nun das Folgeprojekt „Lily – sprachbasierte Unterstützung für Traumabewältigung nach Intensivbehandlung“ als Pilotstudie durchgeführt werden.

Studienteilnehmende der Interventionsgruppe erhalten eine telefonische Kurzversion der med.NET mit Unterstützung eines KI-gestützten Sprachassistenten („Lily“), der ausschließlich für die Zwecke dieser Studie entwickelt und trainiert wurde.

Die Studienteilnehmenden der Kontrollgruppe erhalten eine med.NET durch ihre Hausärztin bzw. ihren Hausarzt.

Zwischen den insgesamt drei Gesprächsterminen (je 20 min) werden die Studienteilnehmenden dreimal von einem Mitarbeitenden der Hausarztpraxis telefonisch kontaktiert (je ca. 5 min) und nach ihrem aktuellen Befinden gefragt.

Wir hoffen mit diesem Angebot eine Reduktion der PTBS-Symptome bei Patientinnen und Patienten nach intensivmedizinischer Versorgung erreichen zu können.

Sollten Sie Fragen haben oder an einer Teilnahme interessiert sein, freuen wir uns auf Ihre Nachricht!

Kontakt

PD Dr. Linda Sanftenberg

E-Mail: Linda.Sanftenberg@med.uni-muenchen.de